Slope vs. Course Rating

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Slope vs. Course Rating: Zwei der verwirrendsten Zahlen des Golfsports

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Slope vs. Course Rating: Zwei der verwirrendsten Zahlen des Golfsports

Obwohl sie von Neu­lin­gen und Gele­gen­heits­gol­fern häu­fig nicht genutzt wer­den, sind der Slo­pe und das Cour­se Rating zwei der wich­tigs­ten und am häu­figs­ten ver­wech­sel­ten Zah­len im Golf­sport. Die­se bei­den Zah­len mögen eine schein­bar zufäl­li­ge Anord­nung von Zah­len auf dei­ner Score­kar­te sein, aber in Wirk­lich­keit sind sie zwei der gro­ßen Aus­gleichs­fak­to­ren im Golf­spiel. Die­se Zah­len geben den Gol­fern nicht nur eine Vor­stel­lung von der Schwie­rig­keit der ver­schie­de­nen Abschlag­plät­ze auf dem Golf­platz, son­dern ermög­li­chen es ihnen auch, die rela­ti­ve Schwie­rig­keit eines Plat­zes mit ande­ren Golf­plät­zen zu ver­glei­chen, die sie bereits gespielt haben. Genau dar­über möch­te ich heu­te sprechen.

Was ist ein Course Rating?

Die­se Score­kar­te zeigt das Cour­se Rating (ers­te Zahl) und das Slo­pe Rating (zwei­te Zahl) für jedes Set von Abschlä­gen auf einem Golfplatz.

Diese Scorekarte zeigt das Course Rating (erste Zahl) und das Slope Rating (zweite Zahl) für jedes Set von Abschlägen an einem
Golf Score­kar­te

Was ist eigent­lich eine Platz­be­wer­tung? Die ein­fa­che Ant­wort ist, dass ein Cour­se Rating eine Zahl ist, die angibt, was ein Scratch-Gol­fer (ein Gol­fer, der im Durch­schnitt Par für eine Run­de spielt) auf die­sem bestimm­ten Platz spie­len soll­te. Wäh­rend das Par auf einem bestimm­ten Platz 72 beträgt, wür­de ein Cour­se Rating von 70,1 bedeu­ten, dass ein Scratch-Gol­fer im Durch­schnitt fast zwei unter Par spie­len soll­te. Dies zeigt an, dass der Platz tat­säch­lich leich­ter ist als ein durch­schnitt­li­cher Platz und ermög­licht es dem Spie­ler, die­se Schwie­rig­keit in sein Han­di­cap (und sein Ego) einzubeziehen.

Was ist ein Slope Rating?

Wäh­rend das Cour­se Rating die Schwie­rig­keit eines Plat­zes für einen Scratch-Gol­fer angibt, zeigt das Slo­pe Rating im Gegen­satz dazu an, wie schwie­rig der Platz für einen Bogey-Gol­fer (oder jeman­den, der einen Durch­schnitt von +18 für 18 Löcher hat) sein soll­te. Im Gegen­satz zum Cour­se Rating kön­nen die Slo­pe-Wer­te von 55 bis 155 rei­chen, wobei 113 der Durch­schnitt ist.

Auch wenn du denkst, dass Slo­pe Ratings ähn­lich wie Cour­se Ratings funk­tio­nie­ren, unter­liegst du einem der häu­figs­ten Miss­ver­ständ­nis­se in Bezug auf die­se Ratings. Nei­gungs­be­wer­tun­gen lie­fern abso­lut nicht die­sel­ben Infor­ma­tio­nen wie eine Platz­be­wer­tung. Was sagen sie uns dann?

Wäh­rend die Platz­be­wer­tung ein Maß für die Schwie­rig­keit eines Plat­zes ist, gibt die Slo­pe-Bewer­tung an, um wie viel schwie­ri­ger ein Platz für einen Gol­fer mit hohem Han­di­cap im Ver­gleich zu einem Gol­fer mit nied­ri­gem Han­di­cap ist.

Wenn du zum Bei­spiel zwei Plät­ze hast, die bei­de ein Cour­se Rating von 72 haben, soll­ten sie für einen Scratch-Gol­fer gleich schwer sein. Wenn jedoch Bogey-Gol­fer auf Platz A im Durch­schnitt 90 Punk­te erzie­len, wäh­rend Bogey-Gol­fer auf Platz B im Durch­schnitt 95 Punk­te errei­chen, ist das Slo­pe-Rating für Platz B höher als für Platz A, was auf einen höhe­ren Schwie­rig­keits­grad für Spie­ler mit höhe­rem Han­di­cap hinweist.


Die Han­di­cap-Berech­nung

Wenn du dein Han­di­cap für einen bestimm­ten Platz berech­nen möch­test, mul­ti­pli­zierst du dein Han­di­cap mit der Platz­be­wer­tung geteilt durch 113. Dadurch wird dein Han­di­cap an den Schwie­rig­keits­grad des Plat­zes angepasst.

Slo­pe / 113 * Han­di­cap = Platzhandicap


Warum zwei Zahlen?

Wie du viel­leicht schon gemerkt hast, ist Golf ein schwie­ri­ges Spiel und es gibt eine gro­ße Band­brei­te an Gol­fern mit sehr unter­schied­li­chen Spiel­stär­ken. Mit­te der 80er Jah­re begann die USGA, die­se gro­ße Kluft zwi­schen Scratch- oder Pro­fi­gol­fern und Gol­fern mit mitt­le­rem bis hohem Han­di­cap zu erkennen.

Es stell­te sich her­aus, dass Scratch-Gol­fer sta­tis­tisch gese­hen, egal wie leicht oder schwer ein Platz ist, fast immer zwi­schen den hohen 60er und nied­ri­gen 70er Jah­ren spie­len. Das mag zwar nicht wei­ter schlimm erschei­nen, aber eine sehr gerin­ge Streu­ung der Ergeb­nis­se selbst auf Plät­zen, die viel ein­fa­cher oder schwie­ri­ger sind als der Durch­schnitt, führt zu einer Bewer­tung, die die Ver­än­de­run­gen in der Schwie­rig­keit der Plät­ze für den Rest der Gol­fer unter­schätzt. Sie stell­ten jedoch auch fest, dass die­ses Phä­no­men bei Gol­fern mit mitt­le­rem bis hohem Han­di­cap genau das Gegen­teil ist. Wäh­rend ein Platz in den Augen eines Scratch-Gol­fers viel­leicht nur gering­fü­gig schwie­ri­ger ist, kön­nen weni­ger geüb­te Gol­fer auf die­sem neu­en, schwie­ri­ge­ren Platz deut­lich höhe­re Punkt­zah­len erzielen.

Infol­ge­des­sen war die für Scratch-Gol­fer ent­wi­ckel­te Platz­be­wer­tung für alle, die ein Han­di­cap von mehr als 5–10 hat­ten, weit­ge­hend irrele­vant. Dadurch hat­te die gro­ße Mehr­heit der Gol­fer kei­ne Mög­lich­keit, die Schwie­rig­keit der Plät­ze genau zu ver­glei­chen, und die USGA konn­te ihr neu­es Slo­pe-Rating-Sys­tem ein­füh­ren. Das der­zei­ti­ge Sys­tem mit zwei Bewer­tun­gen gibt Aus­kunft über den Schwie­rig­keits­grad eines Plat­zes für Scratch- oder Low-Han­di­cap-Gol­fer und die Slo­pe-Bewer­tung gibt Aus­kunft dar­über, wie viel schwie­ri­ger der Platz für Gol­fer mit hohem Han­di­cap ist. Unab­hän­gig von dei­nen Fähig­kei­ten hat die USGA einen Weg gefun­den, das rich­ti­ge Han­di­cap für dich zu fin­den, was ich per­sön­lich sehr gut finde.

Veränderungen des Grüns, der Topografie oder andere Hindernisse können den Schwierigkeitsgrad eines Lochs oder Kurses stark verändern.
Ver­än­de­run­gen des Grüns, der Topo­gra­fie oder ande­re Hin­der­nis­se kön­nen den Schwie­rig­keits­grad eines Lochs oder Kur­ses stark verändern.

Bewertungen und Updates

Obwohl es unwahr­schein­lich ist, dass sich die Platz- und Slo­pe-Ratings eines Golf­plat­zes dras­tisch ändern, wer­den sie nor­ma­ler­wei­se alle 4–5 Jah­re neu bewer­tet. Das liegt vor allem dar­an, dass sich Golf­plät­ze im Lau­fe der Zeit lang­sam ver­än­dern. Bei der Eröff­nung eines Plat­zes wur­den viel­leicht klei­ne Bäu­me gepflanzt, aber wenn sie wei­ter wach­sen, kön­nen sie das Spiel auf dem Platz auf unter­schied­li­che Wei­se beein­flus­sen. Auch zusätz­li­che Ele­men­te wie neue Sand­bun­ker oder sogar eine Ver­än­de­rung der Topo­gra­fie, um Platz für einen neu­en Cart-Trail zu schaf­fen, kön­nen den Schwie­rig­keits­grad eines Golf­plat­zes ver­än­dern. Die­se drei Bei­spie­le fie­len mir sofort ein, aber auf der Web­site der USGA fin­dest du eine voll­stän­di­ge Lis­te der Din­ge, die sie bei der Bewer­tung eines Golf­plat­zes berücksichtigen.

Neben den phy­si­schen Ver­än­de­run­gen ändern sich auch die Platz- und Slo­pe-Bewer­tun­gen, wenn Viel­spie­ler die Beson­der­hei­ten des neu­en Plat­zes ken­nen­ler­nen, denn die Bewer­tun­gen beru­hen in hohem Maße auf den Spiel­ergeb­nis­sen. Wäh­rend du bei dei­ner ers­ten Run­de auf einem neu­en Platz viel­leicht noch nicht weißt, dass ein Bach­bett die meis­te Zeit des Jah­res tro­cken ist, wirst du dich nach ein paar Jah­ren Spiel­zeit viel­leicht dafür ent­schei­den, aggres­si­ver zu spie­len, weil du weißt, dass du kei­ne Straf­schlä­ge befürch­ten musst, wenn du dein Ziel verfehlst.

Die­se bei­den Fak­to­ren der Ver­än­de­rung, sowohl die kör­per­li­che Ver­än­de­rung als auch die zuneh­men­de Erfah­rung, wir­ken häu­fig gegen­ein­an­der und heben die meis­ten Ver­än­de­run­gen in der Bewer­tung fast auf. Obwohl vie­le von uns nur wenig Zeit damit ver­brin­gen, die Bewer­tun­gen der Plät­ze, die wir spie­len, zu berück­sich­ti­gen, ist es eine gute Mög­lich­keit, dei­ne Platz­ma­nage­ment­fä­hig­kei­ten zu ver­bes­sern, wenn du die Plät­ze aus einem ande­ren Blick­win­kel betrach­test, z. B. wie ein Scratch- oder Bogey-Gol­fer ein Loch spie­len würde.

Zusammenfassung

Auch wenn es für man­che Golfer/innen nicht das Wich­tigs­te ist: Wenn du ver­stehst, wie Cour­se- und Slo­pe-Ratings funk­tio­nie­ren, wirst du dein Spiel auf lan­ge Sicht bes­ser ver­ste­hen. Zumin­dest kannst du dar­über nach­den­ken, wenn du die ver­schie­de­nen Plät­ze, die du im Lau­fe des Jah­res gespielt hast, ver­gleichst; hof­fent­lich blickst du auf ein paar nied­ri­ge Scores auf einem wirk­lich anspruchs­vol­len Platz zurück. Bis zum nächs­ten Mal, lie­be Gol­fe­rin­nen und Gol­fer, behal­te die Bewer­tun­gen im Auge und genie­ße den Som­mer beim Golfen.

Euer Ste­ve - Easy Golf­schu­le

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